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Die Geschichte:

Cervano: die Geschichte

Der ursprüngliche Teil von Cervano wurde am 11. September 1818 unter der Regierung von Kaiser Franz Joseph I von Österreich für 10.500 italienische Lire gekauft. Die Gebrüder Vincenzo, Giacomo, Stefano und Pietro Fiorini erwarben das Anwesen von der Contessa Giulia Fioravanti Zuanelli aus Poncaroli. Das Landgut erreichte mit nachträglichen Zukäufen schließlich eine Ausdehnung von 50 Hektar. Heute besteht Cervano aus zwei Häusern auf 14 Hektar Land. Das Anwesen reicht vom Golfplatz bis hin zu den Ausläufern des Monte Castello. Vincenzo Fiorini, ein Enkel des ursprünglichen Käufers (im Bild mit der Ehefrau Catina de Paoli) hat von 1872-89 die Gebäudeanlage erweitert. Im Bauernhof lebten damals vier Landarbeiterfamilien mit insgesamt 30 Personen. Um 1960 war nur noch eine Familie in diesem Haus ansässig und um 1980 verließ auch sie Cervano. Von der ursprünglichen Bewirtschaftung sind nur noch die Olivenbäume, Weinstöcke und einige Obstbäume erhalten geblieben. Dieser Umstand hat zusammen mit der Ruhe auf den ausgedehnten Wiesen dazu geführt, dass sich viele Tierarten frei entwickeln konnten, von Insekten bis zu den Vögeln, die ungestört nisteten. Im Winter gibt es viele Vögel, aufgeschreckt nur durch seltene Jäger, die sich jedoch mehr dem Birdwatching als der Jagd widmen. Im Frühjahr erscheinen zahlreiche bunte Insekten (Schmetterlinge und Libellen in vielen Arten) und kleine Nagetiere (Maulwürfe und Eichhörnchen), die sich von den Früchten der zahlreichen Zypressen und Mittelmeerpinien ernähren. Im Sommer kann man, wie schon erwähnt, am Abend Füchse und am frühen Morgen Rehe beobachten, die zur Tränke an die Wassergräben der Hochebene kommen, in denen noch heute Flusskrebse leben. Trotz der zahlreichen Wasserläufe gibt es keine Mücken.